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Der Öko-Tipp

Weihnachten Geschenketipps

Der Advent, die staade Zeit, naht mit großen Schritten und damit auch die alljährliche Frage: Oje, was soll ich nur zu Weihnachten schenken? Die traurige Wahrheit ist doch, dass wir Erwachsene viele überflüssige Geschenke erhalten und die Kinder so viele Sachen bekommen, dass sie gar nicht mehr wissen, mit was sie spielen sollen. Eine Reizüberflutung, die leider für unsere Zeit charakteristisch geworden ist. Die Kinderzimmer in Deutschland sind eh schon bis obenhin mit Spielzeug vollgestopft, weil es zu jedem Anlass oder auch einfach mal so Geschenke gibt.

Doch worum geht es denn an Weihnachten eigentlich?
Jesus, Gottes Sohn, kommt als Baby zur Welt. Jede und jeder, die oder der schon mal in der eigenen Familie, bei nahen Verwandten oder engen Freunden miterlebt hat, wie ein Baby geboren wurde, wie es seine Umwelt in seinen Bann zieht und den Menschen in seiner Umgebung ein Strahlen in die Augen und ein Lächeln ins Gesicht zaubert, der kennt dieses schöne Gefühl, das Babys in uns auslösen können. Es ist etwas Wunderbares – man kann es als eine tiefe Freude und Wärme beschreiben. Geschenke sind in solchen Momenten unwichtig. Genauso wie an Weihnachten!?

Horchen Sie doch einmal in sich hinein und fragen sich, was sind die schönsten Momente, die mir einfallen, wenn ich an Weihnachten und den Advent denke. Vermutlich sind es Situationen mit lieben Menschen und Erinnerungen an Momente, in denen wir Wohligkeit und Geborgenheit spürten. Vielleicht ist es der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, Situationen mit den geliebten Großeltern, der helle Schein und die Wärme von Kerzen, das Hören und Singen von liebgewordenen Weihnachtsliedern, der Anblick und Duft des schön geschmückten Christbaums, usw. Und auch bei den Geschenken machen doch die knisternde Spannung beim gemeinsamen Auspacken und das miteinander freuen über ein Geschenk mindestens genauso viel Freude, wie das Geschenk selbst. Deshalb sollte uns das Wichtigste an Weihnachten sein, unsere Zeit mit den Menschen, die wir lieben, die uns wichtig sind, zu verbringen. Und vielleicht auch Menschen einzuladen, die an Weihnachten sonst einsam wären.

Geschenketipps mit Herz und Verstand:

  1. Das Wertvollste, das man jemandem schenken kann, ist gemeinsam verbrachte Zeit. Diese sollte allerdings nicht mit Programm vollgestopft sein, sondern Zeit und Raum für ehrliche Begegnung und Gespräche lassen. Sicher fällt Ihnen da etwas Schönes ein – und es muss nicht teuer sein!
  2. Oder schenken Sie etwas mit Geschichte. Gerade Jugendliche und erwachsene Kinder können diese Geschenke schätzen. Vielleicht ist es ein Schmuckstück oder ein Taschenmesser, das Sie selbst früher von Ihren Eltern oder lieben Menschen geschenkt bekommen haben. Auch Anekdoten aus Ihrem Leben oder Geschichten, die Ihnen Ihre Vorfahren erzählt haben, könnten Sie niederschreiben und so ein ganz persönliches Geschenk überreichen. Ebenso macht ein Heftchen mit Lieblings-Rezepten, Lieblings-Witzen oder Lieblings-Märchen/-Geschichten bestimmt Freude.
  3. Bei kleinen Kindern macht es auf jeden Fall Sinn, sich mit den Eltern abzusprechen. Vielleicht klappt es, dass es „nur“ 1 Geschenk vom Christkind bekommt, zu dem alle, die etwas schenken wollen, etwas beisteuern können z.B. können die Eltern eine Puppe aussuchen, jemand anderes passende Kleidung kaufen oder selbst aus Stoffresten nähen, eine weitere Person einen Puppenwagen organisieren, wieder jemand anders ein Badeset zusammenstellen, Geschirr und Besteck für die Puppe, usw.. Ebenso kann bei einer Werkbank, ein Schrauber und Schrauben als Zubehör, ein Set mit Hammer und etwas zum Hämmern und andere Werkzeuge unter den Schenkenden aufgeteilt werden. Weitere Ideen für solche „abgestimmten Geschenke“ wären ein Kaufladen mit Kasse, Papiertüten, Lebensmittelpackungen, Gemüse-Sortiment, … oder eine Spiel-Küche mit allerlei Zubehör. Wichtig ist zu wissen: Kindern ist es völlig unwichtig, ob Sie 0 EUR oder 100 EUR für das Geschenk ausgegeben haben. Sie freuen sich einfach über das Geschenk vom Christkind!
  4. In Zeiten des Müllvermeidens sind auch Upcycling-Geschenke in und gebrauchte Gegenstände wieder salonfähig geworden. Trauen Sie sich einen gebrauchten Schlitten oder ein gebrauchtes Fahrrad unter den Christbaum zu legen. Auch hier kommt es auf die herzliche Geste des Schenkenden an und nicht auf den materiellen Wert! Erwachsenen kann man mit einem Holzrahmen aus alten Brettern mit Gebrauchsspuren oder anderen Vintage-Ideen oft mehr Freude machen, als mit nagelneuen Dingen.
  5. Und schließlich: Lassen Sie getrost alle Geschenke weg, die Sie nur schenken würden, weil man da halt was schenkt. Schenken Sie nur, wenn Sie wirklich eine Herzensfreude machen wollen. Alle anderen Geschenke werden wahrscheinlich nicht vermisst.

Denken Sie daran, an Weihnachten feiern wir, dass Jesus als Baby auf die Welt kommt. Er möchte tiefe Freude und Wärme in unser Herz bringen. Geben wir ihm eine Chance dazu. Und genießen wir die Zeit mit unseren Lieben, denn das ist das Wichtigste an Weihnachten!

Eine schöne staade Zeit und ein Weihnachtsfest mit einem guten Blick für das Wesentliche wünscht Ihnen von Herzen


Ihr AK Ökologie
des Pfarrgemeinderats Scheyern




Der Öko-Tipp

Weihnachten in anderem Licht


Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen und die Advents- bzw. Weihnachtszeit steht vor der Tür. Da sehnen wir uns nach Licht und Wärme. Wie Sie dabei Geld sparen, weniger Müll produzieren, und die Umwelt schützen können, verraten wir Ihnen hier:

  1. Elektrische Weihnachtsbeleuchtung
  • Weniger ist mehr Lichterketten sind in den letzten Jahren günstiger geworden, was wohl mit ein Grund dafür ist, dass so manches Haus in der Vorweihnachtszeit mit so vielen und bunten Lichtelementen versehen ist, dass es für andere überladen wirkt. Keine Frage, Lichterketten sind schön anzuschauen, aber ein mäßiger Einsatz schont den Geldbeutel und die Umwelt.
  • Setzen Sie auf LED Die vielen kleinen Glühlämpchen können nämlich echte Stromfresser sein. Sparsamer sind Lichterketten und Lichtschläuche mit LED-Leuchten.
  • Keine Einweg-Batterien Achten Sie außerdem darauf, keine Produkte mit Batterien zu kaufen, z.B. für die Beleuchtung des Christbaumes mit elektrischen Kerzen. Produkte mit Stecker oder mit wiederaufladbaren Batterien / Akkus sparen Sondermüll ein.
  • Sinnvoll sind Zeitschaltuhren Zeitschaltuhren sind ihr Geld wert. Denn wer möchte schon jeden Abend daran denken müssen, die Beleuchtung noch auszuschalten. Sie die ganze Nacht brennen zu lassen, freut aber weder Ihre Nachbarn noch die Umwelt. Nur Ihre Stromrechnung geht unnötig in die Höhe.
  1. Kerzen
  • Keine Paraffin-Kerzen 70% der in Deutschland verkauften Kerzen sind aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Die Erdölförderung und der Transport sind bekanntermaßen mit großen Umweltrisiken verbunden. Außerdem produzieren Paraffinkerzen beim Brennen gesundheitsschädliche Stoffe.
  • Nachhaltige Alternativen Bienenwachskerzen und Kerzen aus ölhaltiger Biomasse, also Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl sind die nachhaltigeren Alternativen. Auch Kerzen aus Stearin stellen eine Alternative dar. Sie werden z.B. aus Tierfett, Kokosfett oder Palmöl hergestellt. Bei der Herstellung aus Palmöl sollten Sie darauf achten, dass es nachhaltig produziert wird und somit kein Regenwald dafür abgeholzt wird. Stearinkerzen dürfen in Deutschland übrigens bis zu 10% Paraffin enthalten.
  • RAL-Gütezeichen Wenn Sie sichergehen wollen, dass die Inhaltsstoffe, Dochte und Lacke der gekauften Kerzen keine Schadstoffe enthalten, können Sie sich am RAL-Gütezeichen der deutschen Kerzenindustrie orientieren.
  1. Teelichter
  • Keine Alu-Schale Kaufen Sie bitte keine Teelichter mit Alu-Schale. Zur Produktion von Aluminium wird nämlich das Gestein Bauxit benötigt, das im Amazonasgebiet auf extrem zerstörerische Art und Weise abgebaut wird. Dabei wird tropischer Regenwald abgeholzt und die Gesundheit der dort lebenden Menschen durch Umweltgifte, die ins Wasser gelangen, bedroht. Wenn Sie Ihre Restbestände an Alu-Teelichtern aufbrauchen, geben Sie die leeren Alu-Schalen bitte in den Gelben Sack, damit sie recycelt werden können.
  • Setzen Sie auf Glas Eine gute Alternative sind Glasschalen für Teelichter, die Sie ganz einfach mit dem nächsten Teelicht wieder befüllen können. Auch werden Schalen aus Edelstahl angeboten.
  • Nachhaltiges Wachs Auch bei den Teelichtern ist es sinnvoll, auf die oben beschriebenen nachhaltigeren Wachsarten zu setzen.

Quellen: Magazin für engagierte Katholiken „Gemeinde creativ“, Ausgabe März - April 2020www.zeit.de/lebensart/2011-12/weihnachten-nachhaltig-oeko www.umweltbundesamt.de/themen/gruene-weihnachtenwww.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/weihnachten

Wir wünschen Ihnen eine schöne „staade Zeit“!

 

Ihr Arbeitskreis Ökologie
des Pfarrgemeinderats Scheyern