Firmung 2019

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Firmung in Scheyern

An einem ungewöhnlichen Tag, einem Donnerstag, empfingen kürzlich 44 Jugendliche aus den Solidarpfarreien Scheyern, Niederscheyern und Gerolsbach in der Basilika in Scheyern durch Prälat Josef Obermaier das Sakrament der Firmung. Prälat Josef Obermaier, Pater Benedikt und Pater Andreas standen der Festmesse vor.

„Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft“. Mit diesem bekannten Lied wird zum Einzug für den Festgottesdienst angestimmt.

Bei der diesjährigen Firmvorbereitung konnten wir insgesamt drei Highlights den Jugendlichen anbieten. Dies war zu einem eine Fahrt nach München zum Priesterseminar. Korbinian aus Scheyern hat dazu die Firmlinge aus den Solidarpfarreien eingeladen.

Ein weiteres Highlight war die Fahrt nach Dachau zum KZ und der anschließende Besuch im Karmel „Heilig Blut“ bei Schwester Hedwig aus Scheyern. Schwester Hedwig konnte man Fragen zu ihrem Leben, zum Glauben usw. stellen. Die Stunde stand unter dem Motto, dass der Mensch zu Gutem und Bösem in der Lage ist.

Eine „mega interessante Führung“, „voll interessant, auch einmal in normalerweise unzugängliche Räume/Bereiche im Kloster zu schauen“, so lauteten die begeisternden Rückmeldungen der Jugendlichen nach der Führung durch die Ausstellung „900 Jahre Benediktiner in Scheyern“.

Zum Schluss stand noch die Fahrt zum „Pfingsttreffen nach Salzburg“ an. Unter dem Motto "Neues Feuer braucht das Land" war im und rund um den Salzburger Dom ein vielfältiges spirituelles Programm inklusive Gottesdienst geboten, an dem einige Firmlinge zwei Tage teilnahmen.

„Es war schön und erleichternd, sehr lustig, da wir auch über viele andere Themen geredet haben“, so lautete eine Erfahrung bei „face to face“, ein Gesprächsangebot eine Woche vor der Firmung. Bei dieser Einheit schrieben sie alle ihre Sorgen und Nöte auf einen Stein und gingen damit in ein Einzelgespräch. Wie schwer das Leben mit all dem Schweren der Jugendlichen sein kann, demonstrierte Pater Benedikt bei Beginn des Gottesdienstes. Er kam beladen mit einem Sack mit 44 Steinen. Der Stimme aus dem Hintergrund mit der Aufforderung, dass er diese Steine nicht schleppen müsse, kam er sichtlich erleichtert nach.

Die Organisation der Projekte, die Gestaltung der Gruppenstunden usw. war nur möglich, weil in den drei Ortschaften ein Firmteam von 12 Erwachsenen und 3 Jugendlichen die Treffen gemeinsam erarbeitet und geleitet hat. Am Ende des Gottesdienstes dankte der Leiter der Firmvorbereitung, Pater Benedikt, stellvertretend der Ortsverantwortlichen Gisela Wörl für die geleistete Arbeit während der Zeit der Vorbereitung. Vieles wäre ohne ihr Engagement nicht möglich gewesen. Ein weiterer Dank ging auch an den Chor, unter Leitung von Herrn Peter Sibinger, der den Gottesdienst musikalisch umrahmte.

Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben doch“ endete dieser wunderbar gestaltete Festgottesdienst. Nach dem Gruppenbild mit Firmlingen und Firmteam, fand im schönen Wittelsbacher-Saal ein Sektempfang statt. Eingeladen dazu waren die Firmlinge, zusammen mit ihren Paten und Angehörigen; hier hatten sie auch die Möglichkeit, mit Prälat Josef Obermaier ins Gespräch zu kommen.

(Gisela Wörl)